1-Minuten-Impulse für die Seele
Manchmal reicht ein kleiner Impuls, um große Veränderungen anzustoßen. In dieser Rubrik teile ich kurze, praktische Gedanken, Life-Hacks und Aha-Momente, die vielleicht weiterhelfen oder zum Nachdenken inspirieren. Sie brauchen nicht mehr als eine Minute, um sie zu lesen.
Nr. 5: Sauberes vs. schmutziges leid
💥 Leid – negative Gedanken, Traurigkeit, Wut etc. – ist menschlich. Leid gehört genauso wie Freude zum Leben. Dabei gibt es sauberes und schmutziges Leid:
- Sauberes Leid ist unvermeidbares Leid: Angst, Kummer, Krankheit, Tod, Konfrontation mit unangenehmen, die Trennung von geliebten Menschen oder wenn sich Wünsche nicht erfüllen. All das ist Teil der gesunden Normalität.
- Schmutziges Leid entsteht durch unseren Widerstand: Wir grübeln, steigern uns hinein, bleiben im Schmerz gefangen. Und so vervielfacht sich das Leid durch diese Formel: Leid = Schmerz x Widerstand
Klar. Niemand leidet gern. Aber wahrscheinlich sind 90 % des Leides, das wir erfahren, schmutziges, d.h. selbst erzeugtes Leid. Weil wir verzweifelt gegen den Schmerz ankämpfen.
🩵 Vielleicht – und das ist schwer – sollten wir versuchen, Freundschaft mit unseren Gefühlen zu schließen, anstatt sie zu bekämpfen. Das heißt nicht, sie gut finden zu müssen. Es heißt „nur“, sie zu akzeptieren und sie durch Widerstand nicht noch schlimmer zu machen. Zumindest so oft es geht …
Nr. 4: Gibt es für alles eine Lösung?
Kennen Sie Marie Forleo? Sie hat eine einfache, aber kraftvolle Botschaft: Alle Probleme im Leben lassen sich lösen. Bevor ich ihr Buch "Everything is figureoutable" las, war ich oft von Herausforderungen überwältigt, niedergeschlagen oder schnell bereit, aufzugeben. Doch heute weiß ich, dass ich die Kontrolle über mein Leben habe – und dass es immer einen Weg gibt, wie schwierig die Situation auch erscheinen mag.
„Everything is Figureoutable“ („Es gibt für alles eine Lösung“) ist mehr als nur ein Buch. Es ist eine Lebenseinstellung, die mich dazu gebracht hat, an mich selbst zu glauben und nie aufzugeben. Und ich möchte Ihnen Mut machen: Auch Sie sind in der Lage, Lösungen zu finden – selbst wenn es nur in kleinen Schritten geschieht (Siehe Impuls Nr. 1).
💡 Impuls:
Welche Herausforderung begegnet Ihnen gerade? Vielleicht braucht es nur eine Nacht Drüberschlafen oder ein Gespräch mit jemandem, der Sie in die richtige Richtung stößt. Glauben Sie daran, dass auch für Ihr Problem eine Lösung existiert – und bleiben Sie offen für den Weg, der sich zeigen wird.
Nr. 3: Was hält Sie zurück?
Vielleicht kennen Sie die Geschichte des Elefanten, der an einem kleinen Stuhl angekettet ist. Als Jungtier war die Kette stärker als er, und er konnte nicht entkommen. Jetzt, als erwachsener Elefant, hätte er längst die Kraft, sich zu befreien – doch jetzt versucht er es nicht mehr.
Diese Geschichte zeigt, wie sehr alte Überzeugungen und Erfahrungen uns festhalten können. Was einmal unmöglich schien, könnte heute längst machbar sein – doch wir glauben es nicht, weil wir an unseren alten Grenzen festhalten.
💡 Impuls:
Gibt es etwas in Ihrem Leben, das Sie längst hinter sich lassen könnten? Eine Angst, eine Selbstzweifel, eine alte Regel? Wagen Sie heute einen kleinen Versuch, die Kette zu lockern – vielleicht stellen Sie fest, dass sie gar nicht mehr hält.
Nr. 2: Was, wenn die Lösung nur eine Frage der Sichtweise ist?
Kennen Sie die indische Fabel, in der fünf blinde Männer versuchen, einen Elefanten zu beschreiben? Jeder von ihnen berührt nur einen Teil des Tiers – den Rüssel, das Bein, das Ohr, den Schwanz oder den Bauch. Wie Sie sich bestimmt vorstellen können, könnten die Beschreibungen der fünf Männer unterschiedlicher nicht sein.
Diese Geschichte zeigt, wie sehr unsere Wahrnehmung von unserem Blickwinkel abhängt. Manchmal scheint eine Situation eindeutig – bis wir sie aus einer anderen Perspektive betrachten. Ein Schritt zurück, ein Gespräch mit jemandem oder ein offener Blick für neue Möglichkeiten kann den Unterschied machen.
💡 Impuls:
Denken Sie an eine aktuelle Herausforderung. Was könnte sich verändern, wenn Sie Ihre Perspektive wechseln? Sprechen Sie mit jemandem, der eine ganz andere Sichtweise hat – oder betrachten Sie die Situation so, als wäre es das Problem eines guten Freundes. Vielleicht erkennen Sie neue Lösungen.
Nr. 1: Wie isst man einen Elefanten?
Schritt für Schritt.
Als ich einmal sagte, meine Probleme fühlten sich wie ein unüberwindbarer Berg an, gab mir mein (in diesem Moment sehr weiser) Mann diesen Ratschlag. Und er hatte recht. Große Herausforderungen wirken oft erdrückend – bis wir sie in kleine, machbare Schritte aufteilen.
Es geht nicht darum, alles sofort zu lösen, sondern darum, jeden Tag einen kleinen Fortschritt zu machen. Die 1%-Regel besagt: Wenn Sie sich täglich nur um 1% verbessern, wächst der Erfolg mit der Zeit von selbst. Veränderung entsteht nicht durch riesige Sprünge, sondern durch viele kleine Schritte.
💡 Impuls:
Was ist gerade Ihr "Elefant" – Ihr Problemberg, der viel zu groß ist? Überlegen Sie sich heute nur den nächsten kleinen Schritt, den Sie tun können – und tun Sie ihn. Ihr zukünftiges Ich wird es Ihnen danken. 💛